Der Weg zu Open Source Java war lang und schwer. Heute wurde in dieser Hinsicht ein wichtiger Meilenstein von Red Hat angekündigt: Durch die Bemühungen der OpenJDK Community und Red Hat's IcedTea-Projekt wurde die Vision einer voll-kompatiblen, wirklich freien und offenen Java-Distribution realisiert.
Wie Rich Sharples, Director of Product Management for the JBoss EAP, in seinem Blog verkündete, hat das IcedTea-Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die neuesten OpenJDK Binary, die in Fedora 9 (x86 und x86_64) eingeschlossen wurden, haben das Java Test Compatibility Kit (TCK) durchlaufen. Das bedeutet, dass sie alle erforderlichen Java-APIs liefern und sich wie jede andere Java SE 6 Implementierung verhalten - im Einklang mit dem Ziel der Portabilität der Java-Plattform. Der Code, der dies ermöglicht, wurde dem IcedTea-Projekt zur Verfügung gestellt, sodass jeder von der Arbeit profitieren kann. Red Hat plant nun, OpenJDK zu einem Teil von Red Hat Enterprise Linux-Distributionen zu machen, beginnend mit Red Hat Enterprise Linux 5.3, und die Plattform-Unterstützung zu erweitern.
Ein Rückblick
- Auf der JavaOne 2006 hatte Sun angekündigt, Java als freie Software unter den Bedingungen der GPL veröffentlichen zu wollen.
- Auf der JavaOne 2007 gab Sun bekannt, dass die Arbeiten weitgehend abgeschlossen seien und OpenJDK wurde ins Leben gerufen (wir berichteten). Aber OpenJDK beinhaltet nach wie vor Code, der nicht offen und frei zugänglich ist.
- Im Juni 2007 hatte Red Hat daher das Projekt IcedTea ins Leben gerufen. Das Projekt hat zum Ziel, OpenJDK nutzbar zu machen, ohne Software zu verwenden, die nicht frei verfügbar ist. Dadurch kann OpenJDK in Fedora und anderen Linux-Distributionen ohne Einschränkungen eingeschlossen werden. Das IcedTea-Projekt nutzte dabei frühere Arbeiten, die unter dem GNU Classpath-Projekt entwickelt wurden.















