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19.06.2008
Studie: Mobiles Internet noch in den Kinderschuhen

Lediglich drei Millionen Internetnutzer gehen auch per Handy ins Netz. Keine besonders große Zahl, wenn man bedenkt, dass etwa 26 Millionen über ein internetfähiges Mobiltelefon verfügen. Das hat die Erhebung "Mobile Web Watch 2008" des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture ergeben. Via PC surfe es sich komfortabler und günstiger, so die Studie.

Mehrwert schaffen

Location Based Services (zum Beispiel Restaurant-Tipps in der Nähe des aktuellen Aufenthaltsortes) oder mobiles Online-Banking könnten die Nutzung laut der Studie jedoch ankurbeln. Wer Kunden überzeugen möchte, müsse Mehrwert für unterwegs schaffen, mobiles Internet nutzerfreundlicher machen. Wichtig seien zum Beispiel Daten-Flatrates, wie sie auf dem DSL-Markt inzwischen üblich sind. Drei von vier Befragten (79 Prozent) reicht jedoch der Internetzugang zu Hause oder im Büro vollkommen aus. Die mobile Internetfunktion des Handys wird von diesen Nutzern nicht verwendet. 71 Prozent finden zudem die Kosten für mobile Datenverbindungen zu hoch.

Unbequem & kompliziert

Außerdem erleben viele Verbraucher das Internet für unterwegs als unbequem und kompliziert zu bedienen: Zwei von fünf Befragten sagen, Online-Angebote würden auf Handy-Displays zu klein und zu unübersichtlich dargestellt (39 Prozent). 22 Prozent finden es zu schwierig, auf Internetseiten per Mobiltelefon zu navigieren. Gegenwärtig greifen Nutzer auch mobil vor allem auf klassische Dienste zu, die wenig Verbindungszeit und Datenvolumen kosten: E-Mail (54 Prozent), Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft (44 Prozent) sowie Wetterinformationen (32 Prozent). Dabei geht jeder dritte befragte Kunde höchstens in Ausnahmefällen mobil ins Internet (36 Prozent).

Junge Avantgarde

Online-Unterhaltungs- und Web 2.0-Angebote werden mobil kaum genutzt. Nur 13 Prozent der mobilen Surfer laden via Handy Musik aus dem Netz. Neun Prozent laden Videos und besuchen außerdem soziale Netzwerkplattformen wie Facebook und StudiVZ. Anders sieht das jedoch bei den Jüngeren aus: Jeder vierte 14- bis 19-Jährige nutzt Musik- und Videodownloads sowie soziale Netzwerke auch mobil.

Handy-TV? Kein Interesse ...

Schwer haben wird es der Studie zufolge Handy-TV. Magere 17 Prozent der Befragten würden es nutzen. Dagegen stoßen Location Based Services auf größere Resonanz. 70 Prozent aller befragten Internetnutzer würden ihr Handy auch als Navigationsgerät verwenden. Für 42 Prozent wäre es ein Mehrwert, wenn es ihnen anzeigte, wo unterwegs interessante Geschäfte, Gaststätten oder Veranstaltungen zu finden sind.

Für die Studie wurden insgesamt 2.043 Personen eines repräsentativen Online-Panels des Marktforschungsinstituts Forsa in Deutschland befragt. Die Studie als PDF-Dokument finden Sie hier

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Accenture: Mobile Web Watch Studie 2008








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