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09.07.2008
BEA-Übernahme: "Not just another Akquisition"In einem
Webcast
hat Oracle-President Charles Philipps betont, dass die Aufnahme der
BEA-Produkte ins Oracle-Portfolio pragmatisch vollzogen werde, sodass keine
übereilte technische Integration zu befürchten sei. Auch werde man weder
Oracle- noch BEA-Kunden zwingen, zügig auf andere Produkte zu migrieren. Die
gesamte BEA-Produkt-Roadmap, von BEA noch vor der Übernahme angekündigt, bleibe
verbindlich für das Unternehmen. Nichtsdestotrotz werden die BEA-Produkte
formal der Oracle Fusion-Produktlinie zugeschlagen.
Dass es sich bei BEA um "not just another akquisition" handele, dafür spreche die Tatsache, dass BEA ein führender Anbieter und ein Pionier für Java-Middleware sei, so Philipps. Auch stelle BEAs starke Verankerung im China-Geschäft für Oracle einen erheblichen Wert dar. Zukunft der BEA-Produkte Laut Thomas Kurian, Senior Vice President Server Technologies Development, sind die BEA-Produkte in drei Kategorien eingeteilt worden: Den Status "Strategic" erhalten Produkte wie der Weblogic Server oder die Java VM JRockit. Diese werden ohne substantielle Veränderungen schnellstmöglich in den Oracle-Stack integriert. Schnell soll Weblogic denn auch mit den Oracle-Persistenztechniken TopLink und EclipseLink (beide basierend auf JPA) ausgestattet werden. In dieser Kategorie finden sich außerdem BEA-Produkte, zu denen Oracle bislang keine korrespondierenden Angebote besitzt. Andere Produkte werden unter "Continue and Converge" geführt, hierbei plant man eine graduelle Integration in den Oracle-Stack. Supportleistungen für diese Produkte wird für die nächsten neun Jahre zugesichert! Unter die dritte Kategorie - "Maintenance" - fallen solche Produkte, bei denen Oracle langfristig den hauseigenen Technologien den Vorzug geben wird. Sie werden, wie der Name schon sagt, weiter geführt werden, allerdings stellt man hier nur fünf Jahre garantierte Supportlaufzeit in Aussicht. JDeveloper bleibt Bei den Entwicklungstools wird der JDeveloper samt aller ergänzenden Produkte von Oracle vorherrschend bleiben. So spielen auch Oracle ADF und das Oracle Eclipse Pack weiterhin die erste Geige. Den Status "Converge" erhalten das Oracle-Produkt Forms & Reports sowie BEAs Entwicklungsumgebung Workshop. Unter "Maintanance" fällt BEA Beehive, BEAs Open-Source-Framework für JSP-basierende Webentwicklung. BEA Weblogic wird Referenz Im Bereich der Application Server-Produkte geht die Vormachtstellung klar an die BEA-Produkte: JRockit, Realtime, Liquid VM erhalten hier neben dem Weblogic Server den strategischen Status. Hinzu kommen Oracles Technologien TopLink und Coherence. Ausgemustert wird mittelfristig der Oracle Application Server ("Continue & Converge"). Bei SOA bleibt die Oracle-Produktpalette nahezu unangetastet und die entsprechenden BEA-Angebote haben das Nachsehen, ebenso schaut es beim den Werkzeugen für BPM aus (einzige Ausnahme: BEA Agile BPM Designer). Auch bei den Portalen werden die BEA-Produkte Weblogic Portal und BEA User Interaction zugunsten der entsprechenden Oracle-Produkte (WebCenter & Co.) zurückgestuft. [sm] Oracle Middleware Briefing vom 1. Juli (PDF) (http://www.oracle.com/products/middleware/docs/oracle-middleware-strategy-briefing-072008.pdf) |
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